FORSCHUNGSPROJEKT MESSNETZ FLÄMISCHE KÜSTE – BROERSBANK

Der heutige Ansatz für den Hochwasserschutz der Küsten gründet darauf, wo immer möglich Techniken des sanften Küstenschutzes zu verwenden. Durch Auffüllen von Stränden, Dünen und Vorufern wird versucht, sich gegen eine Jahrtausendflut zu wappnen. Die Abteilung KÜSTE wird aber weiterhin nach innovativen Ideen und Techniken suchen, um einen sanften Küstenschutz zu fördern, unter Berücksichtigung der natürlichen Dynamik des Küstensystems. Dabei sind Kenntnisse zur Wirkung flacher Küstenzonen und Sandbänke auf das Küstensystem unentbehrlich.

Um den Einfluss von Sandbänken auf die Energiereduktion von Wellen im Detail zu untersuchen, wurde 2013 das Messnetz Flämische Küste ins Leben gerufen. Dieses Messnetz besteht aus sieben Bojen vor unserer Küste. Zwei davon, die Westhinder und die Trapegeer, gehören zum bereits bestehenden Messnetz Flämische Sandbänke. Die Bojen liegen ungefähr auf einer Linie vor der Küste von Westhinder bis zur Sandbank Broersbank und kreuzen verschiedene bestehende Sandbänke.

Über insgesamt 27 Monate, wozu auch drei Winter zählen, werden mit diesem Messnetz Wellenmessungen durchgeführt. Das Institut für Bauwesen an der KU Leuven hat alle Daten verarbeitet und aus ihnen eine einzigartige Wellendatenbank erstellt. Im ersten Schritt wurden diese Daten benötigt, um den Einfluss flacher Küstenzonen und Sandbänke auf die Ausbreitung von Wellen an der Küste abzuschätzen. In der folgenden Phase wurde die Datenbank verwendet, um zwei Modellserien zu bauen und zu optimieren. Die Modelle können dann in einem späteren Stadium genutzt werden, um den Einfluss von Sturmfluten auf die Küste abzuschätzen. Sie sollen ebenso bei der Erforschung innovativer Küstenschutztechnologien eingesetzt werden.

Die Ergebnisse des Projekts „Broersbank“ aus dem Messnetz Flämische Küste wurden am 21. September einem wissenschaftlichen Publikum vorgestellt. Die wichtigste Schlussfolgerung ist aber, dass mit diesem Projekt ein einmaliger Datensatz und ein Modellinstrumentarium aufgebaut worden sind, die zur weiteren Erforschung einer sicheren und widerstandsfähigen Küste beitragen.

Die Präsentationen zum Projekt können Sie hier herunterladen (Niederländisch):