Kann ein sog. Sandmotor an der flämischen Küste funktionieren?

Anfang 2018 begann die Abteilung Küste zusammen mit dem flämischen Wasserbaulabor eine Sondierungsstudie zu alternativen Versorgungsmethoden für unsere flämische Küste. Um eine höhere Sicherheit vor Überflutungen von der Seeseite her nachhaltig zu erreichen, nimmt die Abteilung Küste nämlich in regelmäßigen Abständen Sandergänzungen vor. Dadurch wird der Strand verbreitert, die Wellen verlieren bei Stürmen ihre Kraft und richten weniger Schäden am Seedeich an. Aufgrund der Erosion besteht die Notwendigkeit, regelmäßig Ergänzungen zu Instandhaltungszwecken durchzuführen.

Eine solche Durchführung von Ergänzungsmaßnahmen verursacht stets eine zeitlich begrenzte Behinderung der Strandbesucher und eine Beeinträchtigung der Natur. Aus diesem Grund sucht die Abteilung Küste alternative Methoden zur Sandaufschüttung.

Eine der untersuchten Methoden beinhaltet die lokale Aufschüttung einer großen Menge Sand, wie dies beim Sandmotor in den Niederlanden erfolgt ist. Durch Wind, Wellen und Strömungen versorgt der Sand die angrenzenden Zonen auf natürliche Weise. Eine solch großangelegte Ergänzung hat ihre Auswirkungen auf die Umgebung, auf die Nutzer und möglicherweise auch großflächig auf die Sandabspülungen entlang der Küste. Das genaue Ausmaß der Auswirkungen vor unserer Küste ist aktuell noch nicht bekannt. Die Studie soll zunächst die Machbarkeit und Zweckmäßigkeit einer solchen Ergänzungsmaßnahme vor unserer Küste untersuchen.

Neben der Untersuchung der Auswirkungen eines solchen Sandmotors prüft die Abteilung Küste auch die Auswirkungen einer Sandvorspülung in Mariakerke.