Maßnahmen gegen Überflutung und Erneuerung des Seedeichs Raversijde und Mariakerke

Die Abteilung Küste und die Stadt Ostende arbeiten eng zusammen, um Ende 2018 die Maßnahmen gegen Überflutungen am Seedeich von Mariakerke bis nach Raversijde zu realisieren.

In manchen Zonen wird eine Sturmschutzmauer errichtet, an anderer Stelle wird der Seedeich breiter. Außerdem muss das Anlegen einer Dünenlandschaft im Vorfeld des Deichs die Probleme durch aufwirbelnden Sand, der sich auf Straßenbahngleise und Küstenstraße legt, lösen. Die Erneuerung veralteter Teile des Seedeichs wird zum Vorteil für Anwohner und Erholungssuchende sein. Die Arbeiten sind im Masterplan Küstensicherheit enthalten. Hauptziel ist der Schutz von Mariakerke, Raversijde und der rückwärtigen Gebiete vor den Auswirkungen einer Jahrtausendsturmflut. Die Errichtung von Sturmschutzmauern und Sandergänzungen am Strand in diesem Gebiet werden Mariakerke und Raversijde gegen eine solche Sturmflut schützen.

Der Seedeich von Mariakerke wird durch den Bau von Sturmschutzmauern geschützt. Sie werden zwischen der Henegouwenstraat und dem Strandplein sowie zwischen der Albertushelling und Diksmuidestraat entstehen. Die Sturmschutzmauer wird 50 cm hoch sein und als Trennung zwischen dem Fahrweg und dem Seedeich dienen. Die relativ niedrige Höhe der Mauer erlaubt auch deren Nutzung als Sitzbank. Auf der Höhe der Seitenstraßen wird jeweils eine Bank mit einem gläsernen Windschutz ausgestattet. Der Seedeich bleibt jederzeit mittels Öffnungen in der Mauer erreichbar. Bei Sturmflut können diese Öffnungen mit einer mobilen Sturmflutwehr geschlossen werden. Die Sturmschutzmauer wird aus Beton gebaut und erhält ein architektonisch ansprechend gestaltetes Äußeres. Im Streckenbereich vom Parkplatz an der Diksmuidestraat bis zur Zeelaan in Raversijde wird die Straßenbahnlinie vor allem dort durch aufgewirbelten Sand bei starkem Wind beeinträchtigt, wo die Trasse entlang dem Seedeich verläuft. Dem Problem kann man am besten beikommen, indem der Sand auf dem Strand verbleibt. Man kann dies in der betroffenen Zone erreichen, indem man dort Helmgras und Strandhafer anpflanzt. Auf diese Weise entsteht eine Art Düne vor dem Deich, die als Sandfang dienen soll. Zwischen dem Seedeich und den Straßenbahngleisen wird eine kleine Mauer errichtet, um den Sand zusätzlich aufzufangen. Wanderer werden dadurch ebenfalls von den Gleisen ferngehalten. Die Oberfläche des Seedeichs wird in diesem Bereich ebenfalls erneuert.

Auf der Höhe der Dorpsstraat wird der Seedeich verbreitert. Das Kunstwerk „Ik, James Ensor“ erhält an dieser Stelle einen festen Platz.

Raversijde erhält ebenfalls einen breiteren Seedeich zwischen der Zeelaan und der Westlaan. Die Dünenlandschaft wird von Mariakerke aus bis zu dieser Verbreiterung durchgezogen und die Oberfläche des bestehenden Seedeichs wird erneuert. Der Deich wird 15 Meter breiter. Spaziergänger haben dadurch mehr Platz. Ein Treppenaufgang wird den Zugang zum Strand erlauben und kann zusätzlich als Ort zum Ausruhen dienen. Eine Überdachung im östlichen Teil der Verbreiterung wird Räume für Rettungsdienste und sanitäre Einrichtungen aufnehmen.

Im Verlauf des Frühjahrs 2018 wurden hierfür die Vorentwürfe weiter ausgearbeitet. Anschließend wurden die entsprechenden Genehmigungen beantragt und die Ausschreibung der Arbeiten kann beginnen. Ende 2018 können die Arbeiten beginnen.