RENOVIERUNG OOSTERSTAKETSEL BLANKENBERGE

Die Abteilung KÜSTE hat im September 2016 mit der letzten Phase der Renovierungsarbeiten am Pfahlwerk „Oosterstaketsel“ in Blankenberge begonnen. Dabei werden die Bodenplanken, die Stütz- und Koppelbalken sowie die Trag- und die Stützpfähle ersetzt, die in schlechtem Zustand sind. Die Tragstruktur und die hölzernen Bodenflächen werden dabei erneuert. Alle Teile oberhalb der Hochwasserlinie werden neu gestrichen.

In den 1860er Jahren diente der Oosterstaketsel als Zufahrt zum Fischerhafen in Blankenberge. Der damalige Steg war 110 m lang und 2,7 m breit. Alle Pfähle waren untereinander mit einem Holzbalken verbunden. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt der Steg seine heutige Länge von 408 m mit einer Breite von 5,45 m. Bei diesem Ausbau Richtung Meer waren die Pfahlsysteme mit doppelten Balken verbunden.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs brannten sowohl der östliche als auch der westliche Steg nieder. Der östliche, der Oosterstaketsel, wurde 1953 wieder aufgebaut. Seitdem wird er regelmäßig gewartet: vorhandene Teile werden neu befestigt und fehlende oder beschädigte Teile ersetzt. Ende der 1990er Jahre stellte man fest, dass die hölzernen Unterteile verwittert waren. Dies hätte zu Stabilitätsproblemen und damit zu Sicherheitsgefahren am Steg führen können. Inzwischen wurden sowohl Ober- als auch Unterteil des Pfahlstegs vollständig erneuert. Da der Oosterstaketsel unter Denkmalschutz steht, wird darauf geachtet, den ursprünglichen Zustand bestmöglich wiederherzustellen.